Vorgänge mit ICE-Bewertung priorisieren

Die ICE-Bewertung in ISO Mate hilft Ihnen, Vorgänge zu priorisieren, indem Sie jeden in drei Dimensionen bewerten: Auswirkung, Vertrauen und Einfachheit. ISO Mate berechnet daraus einen einzigen gewichteten Wert, der auch den Vorgangstyp und dessen Quelle berücksichtigt, und gibt Ihnen so eine einheitliche Möglichkeit, Ihr Backlog zu ordnen. Sie legen den Wert über den ICE-Dialog in der Vorgangsliste, der Aufgabenliste sowie in den Sprint- und Veröffentlichungsansichten fest und passen ihn dort an.

Was ICE misst

Jeder Vorgang wird in drei Faktoren bewertet, jeweils von 1,0 bis 10,0:

  • Auswirkung: Wie viel Wert oder Verbesserung der Vorgang bringt.
  • Vertrauen: Wie sicher Sie sich bei den Schätzungen zu Auswirkung und Aufwand sind.
  • Einfachheit: Wie leicht der Vorgang umzusetzen ist.

Der Bewertungsdialog erfasst alle drei Werte gemeinsam, sodass ein Wert stets das Gesamtbild widerspiegelt und nicht nur einen einzelnen Faktor.

Die Formel

ISO Mate berechnet den Wert als ((Auswirkung + Vertrauen + Einfachheit) / 3) × Typgewicht × Quellenmultiplikator und rundet ihn dann auf zwei Dezimalstellen.

Typgewichte

Der Vorgangstyp passt den Wert an, um seine typische Dringlichkeit widerzuspiegeln:

  • Fehler: 1,3, sodass Defekte höher eingestuft werden.
  • Aufgabe: 1,1.
  • Story, Epic und Unteraufgabe: 1,0, der Ausgangswert.

Ein Fehler und eine Story mit identischen Werten für Auswirkung, Vertrauen und Einfachheit ergeben daher unterschiedliche Werte, wobei der Fehler 30 Prozent höher liegt.

Quellenmultiplikator

Jeder Vorgang trägt eine Quelle, die angibt, woher die Anforderung stammt:

  • Intern: Multiplikator 1,0, die Vorgabe.
  • Extern: Multiplikator 1,25.

Externe Vorgänge, etwa von Kunden gemeldete Fehler oder Anfragen von Partnern, erhalten einen Aufschlag von 25 Prozent, um ihr geschäftliches Gewicht widerzuspiegeln.

Einen ICE-Wert festlegen

  1. Vorgang finden: Suchen Sie ihn in der Vorgangsliste, der Aufgabenliste oder einer Sprint- oder Veröffentlichungsansicht.
  2. ICE-Dialog öffnen: Wählen Sie den ICE-Wert des Vorgangs, um den Bewertungsdialog zu öffnen.
  3. Regler einstellen: Stellen Sie Auswirkung, Vertrauen und Einfachheit von 1,0 bis 10,0 in Schritten von 0,1 ein.
  4. Quelle wählen: Wechseln Sie zwischen Intern und Extern.
  5. Vorschau prüfen: Der Dialog zeigt eine Live-Vorschau des berechneten Werts zusammen mit dem angewendeten Typgewicht und dem Quellenmultiplikator.
  6. Speichern: Bestätigen Sie, um den Wert auf den Vorgang anzuwenden.

Farben des Werts

Die Werte sind farblich codiert, damit Sie Prioritäten schnell erfassen können:

  • Grün: Über 7, höhere Priorität.
  • Bernstein: Von 4 bis 7, mittlere Priorität.
  • Rot: Unter 4, niedrigere Priorität.

Sortieren, filtern und Sammelaktualisierungen

Die Vorgangsliste sortiert standardmäßig absteigend nach ICE-Wert, sodass die wertvollste Arbeit nach oben rückt. Sie können Vorgänge nach Quelle filtern, um sich auf interne oder externe Anforderungen zu konzentrieren, und mit der Sammelaktion für die Quelle die Quelle mehrerer ausgewählter Vorgänge auf einmal auf Intern oder Extern setzen.

Durchgerechnete Beispiele

  • Fehler, Intern: Auswirkung 8, Vertrauen 7, Einfachheit 6 ergibt ((8 + 7 + 6) / 3) × 1,3 × 1,0 = 9,10.
  • Story, Extern: Auswirkung 5, Vertrauen 5, Einfachheit 5 ergibt ((5 + 5 + 5) / 3) × 1,0 × 1,25 = 6,25.
  • Aufgabe, Intern: Auswirkung 9, Vertrauen 8, Einfachheit 4 ergibt ((9 + 8 + 4) / 3) × 1,1 × 1,0 = 7,70.

ICE in Exporten

Die Felder Auswirkung, Vertrauen, Einfachheit, ICE-Bewertung und Quelle sind in den CSV- und PDF-Exporten von Vorgängen enthalten, mit Spaltenüberschriften in Ihrer Sprache.

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